Herzlich Willkommen im Tiergarten Schönbrunn
dem ältesten Zoo der Welt!
Der Tiergarten Schönbrunn ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt und wurde 1752 von Kaiserin Maria Theresia und ihrem Gatten Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen als Menagerie errichtet. Dieser historische Tiergarten hat eine interessante Vergangenheit und gleichzeitig auch in Zukunft wichtige Aufgaben zu erfüllen.
Im Sommer 1752 führte Kaiser Franz Stephan von Lothringen, Ehemann von Maria Theresia erstmals seine adeligen Gäste in die neu errichtete Menagerie im Schlosspark der Sommerresidenz Schönbrunn. 1906 kam hier am 14. Juli erstmals ein Elefant zur Welt, eine Premiere für einen Zoo.
Heute gibt es zahlreiche Jungtiere nicht nur bei den Elefanten, sondern auch bei Tigern, Geparden, Eisbären, Giraffen, Mähnenrobben und Pinguinen, Flusspferden und sämtlichen heimischen Arten. Schönbrunn gehört zu den modernsten Tiergärten der Welt.
Die oberste Maxime lautet: "Schönbrunn soll ein Zoo der glücklichen Tiere sein" – und das sieht man!
Auf einer Fläche von insgesamt 12 Hektar kann man unzählige Tiere und Tierarten aus der ganzen Welt kennen lernen.
So gibt es neben Exoten wie Elefanten, Giraffen und Raubkatzen auch zahlreiche heimische Tiere zu sehen.
Der Tiergarten Schönbrunn ermöglicht einen bunten Streifzug durch verschiedenste Tierreiche, von diversen Säugetieren, über Beutel- und Fledertiere, bis hin zu unzähligen Vogelarten, Kriechtieren und Fischen.
Auch an einem verregneten Tag gibt es im Tiergarten Schönbrunn zahlreiche Angebote für Groß und Klein. In den Indoor-Erlebniswelten stehen die beiden Schlagwörter "Exotik" und "Farbenpracht" an erster Stelle.
So führt im "Wüstenhaus" (liegt außerhalb des Tiergartens und ist im Eintrittspreis nicht inkludiert) ein Erlebnispfad mit Kakteen, Echsen, Schildkröten und Kleinsäugern durch authentische Wüstenlandschaften von Mittelamerika bis Madagaskar.
Das Wüstenhaus beschränkt sich allerdings nicht auf das bloße Herzeigen einer Auswahl von Pflanzen und Tieren aus Trockenlebensräumen, sondern es soll in erster Linie Wissen vermitteln.
Von Umweltbedingungen in extremen Lebensräumen, die den Organismen außergewöhnliche Anpassungsformen abringen und über die Überlebensstrategien jener Tiere und Pflanzen, die aufgrund ähnlicher Bedingungen vergleichbare Formen und Verhaltensweisen entwickeln – ohne miteinander verwandt zu sein.
Im "Regenwaldhaus" - mit seinen mehr als 1000m² Fläche – das entspricht der Fläche von vier Tennisplätzen - werden die artenreichsten Lebensräume der Erde authentisch erlebbar.
Nebelschwaden ziehen über den schmalen Holzsteg, im dunklen Wasser darunter zeichnen sich Umrisse von Schildkröten ab, ein aufziehendes Gewitter schickt Donnergrollen voraus.
Alltag im südostasiatischen Regenwald ebenso wie im Regenwaldhaus des Schönbrunner Tiergartens.
Weitere Naturschauspiele finden Sie im "Mexikohaus", den Besucher erwarten nun neben Krokodilen einige ungewöhnliche Fischarten, die sowohl einen Hinweis auf die Artenvielfalt als auch auf die Gefährdung mexikanischer Kleingewässer geben.
Im "Aquarien- und Terrarienhaus" erwarten Sie ein Aquaterrarium mit der tropischen Uferlandschaft, die an den afrikanischen Tanganyikasees erinnert.
Hier leben auf einer Fläche von 120m² Nilkrokodile, Tanganika- Buntbarsche und Vögel.
Die Besucher haben von allen Seiten Einblick und können die Krokodile auch unter Wasser beobachten.
In den Besuchergängen befinden sich Terrarien mit Gliederfüßern, im Anschluss der Anlage liegt das Innengehege der Riesenschildkröten.
Das "Polarium" beherbergt Tiere, die aus den kalten Gegenden rund um den Südpol stammen und im "Insektarium" oder "Haus der Schrecken" begegnen Sie wandelnden Blättern, Totenkopfschaben und Riesenschrecken.
Unzählige Tages- und Abendprogramme, wie Veranstaltungen, Führungen und Lehrpfade lassen den Besuch im Tiergarten zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Nach einem actionreichen Rundgang kann man im historischen Glanzstück des Tiergartens, dem "Restaurant Kaiserpavillon", seine müden Füße bei einer Melange oder einem Wiener Schnitzel ausruhen.
Erleben Sie einmalige Führungen wie "Auf den Spuren der Geschichte" und begleiten Sie den Tiergartenhistoriker Dr. Gerhard Heindl in 90 Minuten durch die lange Geschichte des ältesten noch existierenden Zoos der Welt. Auf einem Rundgang durch das historische Ensemble erfahren Sie Epochales und Verblüffendes aus 250 Jahren Wiener Zoogeschichte – verknüpft mit den besten Anekdoten, die sich in unseren Archiven aufstöbern ließen.
Außerhalb der Öffnungszeiten kehrt in Schönbrunn Stille ein, die letzen Sonnenstrahlen verstärken das Kaisergelb der Gebäude, manche Tiere ziehen sich schon zurück, andere fressen Ihren abendlichen Futterrationen. Erleben Sie eine einmalige Dämmerungsführung und erleben Sie den Tiergarten zwischen Tag und Nacht aus einem ganz neuen Blickwinkel.
Bei unseren Spezialführungen "Die Wüste lebt", "Regenwaldhaus backstage" bei den "Nachtführungen" oder speziellen "Themenführungen" können Sie den Tiergarten ganz individuell und auf bezaubernde Weise einmal ganz anders erleben.
Von November bis März finden im Aquarien-Terrarienhaus exklusive Abendessen statt, die das Land am Amazonas zum Thema haben. Das Rahmenprogramm bringt die Gäste mit Fischen und anderen Tieren in Kontakt und gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Aquarienhauses.
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ÖFFNUNGSZEITEN Öffnungszeiten Tiergarten: Öffnungszeiten Wüstenhaus: Kassenschluss und letzter Einlass ist eine halbe Stunde vor Ende der Besuchszeit. Kindern unter 14 Jahren ist der Eintritt nur in Begleitung Erwachsener erlaubt. Die Sperrstunde wird seit 240 Jahren mit immer demselben weithin hörbaren "Kaiserglöckerl" händisch eingeläutet, mit dem seinerzeit auch das Eintreffen des Kaisers und der Erzherzöge angekündigt wurde. FÜHRUNGEN Abendführung: Erleben Sie – exklusiv außerhalb der Öffnungszeiten – die faszinierende Stimmung der Abenddämmerung im Tiergarten. Nachtführung: Ein einzigartiges Erlebnis! Mit speziellen Nachtsichtgeräten können Sie die dämmerungsaktiven Tiere aus nächster Nähe erleben. Dauer: ca. 1,5 Stunden, täglich nach Vereinbarung Themenführung: Dauer ca. 1,5 Stunden Weitere Informationen zu unseren zahlreichen Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage! |
Pandastisch eingelebt: Ein Jahr Große Pandas im Tiergarten Schönbrunn
© Daniel Zupanc
Pandastisch eingelebt: Ein Jahr Große Pandas im Tiergarten Schönbrunn
Mit neugierigem Blick, gutem Bambus-Appetit und viel Gelassenheit haben die beiden Großen Pandas die Herzen der Besucherinnen und Besucher im Sturm erobert: Seit einem Jahr leben die gefährdeten Großen Pandas im Tiergarten Schönbrunn und sind aus dem Zoo-Alltag nicht mehr wegzudenken. „Das Panda-Paar hat sich sehr gut eingelebt. Es freut uns zu sehen, wie gut die beiden Tiere die erweiterte und neugestaltete Anlage angenommen haben und wie groß und anhaltend die Begeisterung unserer Besucherinnen und Besucher ist. Aufgrund ihrer großen Beliebtheit haben diese Tiere eine ganz besondere Bedeutung für den Artenschutz. Im Rahmen der seit über zwei Jahrzehnten bestehenden Forschungskooperation mit der China Wildlife Conservation Association wurden in China diverse Schutzgebiete für diese charismatische Art etabliert und ausgeweitet. Damit wurde nicht nur der natürliche Lebensraum der Großen Pandas geschützt, sondern gleichzeitig auch jener vieler weiterer hoch bedrohter Arten, die denselben Lebensraum teilen, jedoch weniger öffentliche Aufmerksamkeit erhalten. Deshalb werden charismatische Arten wie die Großen Pandas auch als sogenannte Schirmarten bezeichnet“, so Tiergartendirektor Dr. Stephan Hering-Hagenbeck.
Seit 2003 betreut Tierpflegerin Mag. Renate Haider die Großen Pandas in Schönbrunn. Sich auf ein neues Panda-Paar einzustellen, war auch für die erfahrene Tierpflegerin eine spannende Herausforderung. „Die beiden sind noch jung und sehr verspielt. Es macht große Freude, sie in ihrer Entwicklung zu begleiten. Man lernt ihre Eigenheiten jeden Tag besser kennen“, so Haider. Jeder Große Panda habe seinen ganz eigenen Charakter. Während das Männchen als neugieriger „Draufgänger“ ständig alles genau erkunden müsse, sei das Weibchen bei unbekannten Situationen eher vorsichtig, „aber mit ebenso viel Tatendrang“. Das Weibchen klettert besonders gerne und watet an heißen Tagen durchs Wasser – dazu hat es im neu dazu gekommenen Bereich der Außenanlage nun noch mehr Möglichkeiten. „Ihre jugendliche Energie zu beobachten, macht die Arbeit mit den beiden besonders spannend“, erzählt Haider.
Auch beim medizinischen Training wurden bereits große Fortschritte erzielt. Die beiden Pandas haben gelernt, ihre Pfoten für Blutabnahmen auf einen speziellen Griff zu legen oder gezielt bestimmte Positionen für Untersuchungen einzunehmen. Das erleichtert die tiermedizinische Betreuung und stärkt das Vertrauen zwischen Tier und Tierpflegeteam, da Abläufe für die Tiere einschätzbar werden und zusätzliche Leckerbissen erarbeitet werden können. Erfreulich verlief auch die diesjährige Paarungszeit im Frühjahr. Panda-Weibchen sind nur zwei bis drei Tage im Jahr empfängnisbereit. „Die beiden haben die typischen Verhaltensweisen deutlich gezeigt. Sie waren aktiver, kommunizierten vermehrt über Duftmarken, aber auch mittels spezifischer Laute und hatten deutlich mehr Interesse aneinander“, erklärt Kuratorin Dr. Eveline Dungl. Wie beim ersten Panda-Paar in diesem Alter kam es bereits zu ersten Annäherungen und noch sehr verspielten Paarungsversuchen. „Es ist erfreulich, dass die beiden gut harmonieren“, so Dungl.